Jakob Gnadl ist ein autodidaktischer Künstler aus dem Chiemgau, dessen Arbeit tief mit der Natur und ihrer Vergänglichkeit verbunden ist. Seine künstlerische Reise begann mit Kränzen aus Schwemmholz, die er an den Ufern heimischer Seen und Flüsse sammelte.
Mit der Zeit entwickelte sich daraus eine Leidenschaft für Skulpturen aus Naturmaterialien – vor allem Fische und organische Formen, gefertigt aus gefundenem Holz, Treibgut und verwitterten Restmaterialien.
Später erweiterte er seine Ausdrucksweise um Assemblagen aus Fundstücken, Metall und Holzresten, darunter auch eine Skulptur aus einer alten Kuhglocke, die er in einem Fluss entdeckte.
In seinen jüngsten Werken arbeitet er verstärkt mit der Kettensäge und erschafft ausdrucksstarke Köpfe und abstrakte Formen. Darüber hinaus erschafft er immer wieder Bilder, die er mit ungewöhnlichen Materialien kombiniert oder zum Beispiel auf verwitterten Spanplatten malt.
2025 entstand sein aktuellstes Werk: ein Roboter mit Hund, gefertigt aus alten elektronischen Teilen und Metallfragmenten – eine Hommage an die Schönheit des Unperfekten und die Poesie des Wiederverwertens.
Jedes Werk von Jakob Gnadl erzählt eine Geschichte über Zeit, Wandel und die Magie der Dinge, die andere wegwerfen.